Woran erkennt man den Zahnwechsel bei Hunden? 

Im Alter von vier bis sieben Monaten durchlaufen Welpen ihren ersten und einzigen Zahnwechsel. Für Hund und Halter kann diese Zeit schon mal eine Herausforderung darstellen. Bei größeren Rassen beginnt der Wechsel etwas früher und verläuft häufig schneller, als bei kleineren Rassen. Zunächst fallen die kleinen und noch sehr spitzen Milchzähnchen aus, wodurch Platz für die starken, lebenslangen Zähne geschaffen wird.

Dieser Prozess ist nicht immer ganz angenehm und führt hin und wieder zu Knabbern an Kleidung und Möbeln. Die Milchzähne fallen dabei, ähnlich wie beim Menschen, ganz natürlich aus und werden Dir vermutlich immer wieder in Deiner Wohnung über den Weg laufen. Einige Hunde verschlucken die kleinen Zähne oder verlieren sie beim Gassi gehen.

Tun sich die Milchzähne doch etwas schwerer beim Lockern, versuchen die Welpen häufig mit lecken im Maul nachzuhelfen, um den Prozess zu beschleunigen. Das kann für sie nervenraubend werden und die Kleinen etwas unruhig machen. Die nachrutschenden Zähne können Schmerzen und somit schlaflose Nächte und Futterverweigerung mit sich bringen. Alles in allem ist der Zahnwechsel jedoch ein natürlicher Prozess und verläuft in der Regel reibungslos. Regelmäßige Gebisskontrollen werden auch bei einfachen Zahnwechseln geboten. Bei anhaltenden Problemen sollte in jedem Fall ein Tierarzt um Rat gefragt werden. 

Wie kannst Du Deinen Welpen beim Zahnwechsel unterstützen?

Sollte Dein kleiner Vierbeiner Anzeichen von Schmerzen zeigen, gibt es einige kleine Kniffe, um ihm das Leben ein wenig zu erleichtern.

Zunächst sollte das Futter nicht zu hart sein. Trockenfutter kann in Wasser aufgeweicht werden oder es kann hochwertiges Nassfutter angeboten werden. Die Wahl des Futters kommt dabei ganz auf die Bedürfnisse Deines Welpen an. Leicht gefrorenes oder kaltes Futter kann die Schmerzen zusätzlich lindern. Das kann vermutlich jeder bestätigen, der bei Zahnschmerzen das ein oder andere Eis zur Linderung gegessen hat.

Auch kaltes Kauspielzeug kann das Zahnfleisch kühlen und Schmerzen lindern. Kalzium unterstützt das Wachstum gesunder Knochen und Zähne und kann als Nahrungsergänzung unterstützen gefüttert werden. Hierzu fragst Du aber am besten immer Deinen Tierarzt um Rat, da es gegebenenfalls zu einer Überversorgung kommen kann.  

Was tun, wenn der Zahnwechsel doch mehr Probleme bereitet? 

Beschwerden, die auftreten können, sind zum Beispiel erhöhte Temperatur, Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall, Lustlosigkeit, Unruhe und Speicheln. Wenn es dann doch einmal so weit kommt, dass Du Deinem Welpen beim Zahnwechsel unter die Arme greifen musst, gibt es ein Paar kleine Dinge, die Du tun kannst. Die lockeren Milchzähne fallen um einiges einfacher aus, wenn Dein Hund viel Kauen kann.

Hierfür eignen sich zum Beispiel Kauknochen, Zahnpflegebälle oder Kongs. Von Zerrspielzeugen solltest du absehen, da hierbei Zähne abbrechen können und zu Schmerzen und Problemen führen können. Für den Fall, dass Dein Hund Kauspielzeuge eher langweilig findet und mehr Interesse an Pansen, Schweineohren und Co zeigt beachte hier, ob er diese Nahrungsmittel bereits verdauen kann und ob es seinem Nährstoffbedarf gerecht wird. Ansonsten bieten sie eine tolle Alternative zu Kauspielzeugen. 

Sollten diese kleinen Tricks nicht helfen, solltest Du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er kann, wenn nötig, nachhelfen und lockere Zähne entfernen. In der Regel verläuft der Zahnwechsel recht harmlos. sollten allerdings ernste Probleme, wie gebrochene Zähne, entzündetes Zahnfleisch oder Ausfallen der neuen Zähne auftreten, ist es ratsam einen Experten aufzusuchen. 

Nach dem Zahnwechsel folgt die Zahnpflege

Ist der Zahnwechsel endlich komplett abgeschlossen, beginnt die Zahnpflege. Damit Dein Vierbeiner lange Spaß an seinem neuen Gebiss hat, gibt es auch hier Dinge, die Du tun kannst. Durch eine zu große Ansammlung von Zahnbelag entsteht Zahnstein, welcher wiederrum zu Zahnfleischentzündungen führen kann.

Zahnstein beim Hund vorbeugen

Um Zahnstein vorzubeugen eignen sich besonders Kauknochen oder Kaubälle. Sie reiben den Zahnstein ab und halten die Zähnchen sauber. Ein weiterer Vorteil von Kauartikeln ist die Stärkung des Gebisses und die entspannende Wirkung auf Hunde. Auch Hundezahnpasta und Hundezahnbürsten können die Zähne Deines Welpen und später Deines ausgewachsenen Hundes sauber halten. Einige Hunde tun sich jedoch schwer, während des Zähneputzens ruhig zu halten. Für sie ist es ratsam, auf andere Methoden zurück zu greifen. Bist Du Dir unsicher, welches die beste Reinigungsmethode für Dich und Deinen Welpen ist, kann Dein Tierarzt für Aufklärung sorgen. 

Der Zahnwechsel ist eines der ersten Abenteuer von vielen, welches Du mit Deinem vierbeinigen Wegbegleiter erleben wirst. Ihr werdet noch unzählige tolle Erlebnisse und Erinnerungen sammeln und jede Hürde gemeinsam meistern!