Das Dilemma aller Welpeneltern: Jetzt hast Du Deinen langersehnten Vierbeiner endlich vom Züchter oder dem Tierschutzverein nach Hause gebracht, da sind auch schon die Urlaubstage um und der Alltag holt Dich ein. 

Wie bereitest Du Deinen Hund auf Deine Abwesenheit vor? Und ist es überhaupt in Ordnung einen Welpen allein zu lassen?

Hunde sind Rudeltiere, das heisst in der Natur sind sie nie alleine, ein alleingelassener Welpe wäre dort nicht mal überlebensfähig. Aus der Natur genommen und in die menschliche Umgebung gebracht, sieht das natürlich anders aus. Die ersten 8 bis 12 Wochen verbrachte Dein kleiner Freund in Gesellschaft seiner Mutter und Geschwister, nicht wirklich ein Rudel aber ziemlich ähnlich. Das können die wenigsten Hundebesitzer weiterhin garantieren, so sehr wir es auch möchten!

Den Welpen ans Alleinsein zu gewöhnen geht am einfachsten in vielen, kleinen Schritten. 

Eine kurze Warnung vorweg: Vor dem 6ten Lebensmonat sollte kein Welpe alleine sein müssen. Vielleicht kannst Du das durch Arbeitsteilung mit Deiner Familie schaffen. Hilfreich sind da natürlich der freundliche Nachbar oder ein Hundebetreuuer, den du über Welpe.de findest. Mit deren Unterstützung kannst Du beruhigt Deinem Alltag nachgehen und kommst zu einem glücklichen Hundekind nach Hause zurück.

Aber mit dem Training kannst Du nicht früh genug beginnen!

Schritt 1: Der Tagesrhythmus

Der erste Schritt ist den Welpen an einen Tagesrhythmus zu gewöhnen. Passe diesen Rhythmus deinem Alltag, also Deinen Arbeits- oder Schulzeiten an. Vor jedem Training solltest Du deinen Vierbeiner mit einem schönen Gassigang oder einer ausgedehnten Spielstunde verwöhnen. Ein müder Welpe ist so viel glücklicher eine Pause einzulegen! Besonders wichtig ist es auch das Dein kleiner Freund einen Platz hat , der nur ihm gehört und an dem er sich sicher, warm und geborgen fühlt. Kauspielzeuge sind immer eine gute Idee. Kauen wirkt beruhigend auf einen jungen Hund und hilft auch bei der Zahnung.

Schritt 2: Zusammen aber doch allein

Dann ist es Zeit Deinen kleinen Freund in Deiner Anwesenheit allein zu lassen. Während Du kochst, liest oder fernsiehst, lass ihn sich mit sich selbst beschäftigen. Beobachte ihn aus dem Augenwinkel und falls er sich an Deinen Schuhen zu schaffen macht, gib ihm, ohne viele Worte nur von einem deutlichen “Nein” begleitet, ein Kauspielzeug oder seinen Lieblingsball. 

Schritt 3: Privatsphäre

Im nächsten Schritt schließt Du dann die Türen hinter Dir wenn Du duscht, badest, den Müll rausbringst oder sonstige kleine Erledigungen tätigst. Ohne große Abschieds- oder Willkommenszeremonie bitte! Dich hinter einer Tür zu verstecken ist sinnlos, Dein Welpe ist Dir im Hören und Riechen weit überlegen, er weiss genau wo Du bist.

Schritt 4: Geduld

Diese kleinen Abwesenheiten können dann immer länger werden. Unfälle passieren, jeder Welpe ist ein Individuum und reagiert anders aufs Alleinsein. Schimpfe nicht, wenn er etwas angenagt, uriniert oder gekotet hat. Denke lieber darüber nach, ob Du die Routine vielleicht geändert hast. Bist Du lange genug mit ihm spazieren gegangen? Hast Du sein Futter gewechselt? 

Auf lange Sicht wird dein vierbeiniger Freund Dir Deine Geduld danken!

Viel Spass beim Training, wir freuen uns immer über Fotos von deinem Welpen oder Fragen!