Erst ist er matt und träge, dann läuft Dein kleiner Freund unruhig hin und her und schließlich setzt er sich nieder und dünnflüssiger Kot schießt nur so aus ihm heraus! Dünnschiss, Flitzekacke, wie auch immer Du es nennst, die meisten Welpen werden Dich zu irgendeinem Zeitpunkt damit konfrontieren.

Jetzt heisst es: Nicht den Kopf verlieren, sondern wie ein Detektiv zur Arbeit gehen und nachzudenken, was den Durchfall ausgelöst haben könnte.

Aber bitte ganz wichtig: Sollte Dein kleiner Vierbeiner mehr als 24 Stunden unter Durchfall leiden, nichts wie ab zum Tierarzt! Und zwar am besten mit einer Stuhlprobe – auch wenn Du nie gedacht hättest, dass Du Dein Tupperware dazu benutzen würdest!

Ursachen für Durchfall

Durchfall, oder Diarrhoe wie Dein Tierarzt es nennt, kann vielfältige Ursachen haben. Wichtig ist es zu verstehen, dass der Durchfall nicht die Krankheit selbst, aber nur das Symptom einer Erkrankung ist. Und dieses Symptom muss, besonders bei einem Welpen, sehr ernst genommen werden! 

Infektionskrankheiten

Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Staupe sind die am häufigsten verbreiteten Infektionskrankheiten. Impfungen schützen Deinen Welpen gegen diese gefährlichen    Krankheiten, aber manchmal sind die Erreger einfach zu stark! All diese Infektionskrankheiten gehen mit Durchfall einher, Mattigkeit ist ein weiteres Kennzeichen. Bitte sofort ab zum Tierarzt mit einem matten, müden, von Durchfall geplagter Welpen.

Parasiten

Würmer und ander Parasiten können Diarrhoe beim Welpen auslösen. Dein Welpe sollte erstmals bereits  beim Züchter, dann bei der Ankunft in Deinem Heim entwurmt worden sein. Auch Giardien können Durchfall auslösen. Vermeide es, Deinen Welpen aus Gemeinschaftsnäpfen in Cafes oder Tankstellen und Pfützen trinken zu lassen. Näpfe aus Edelstahl sind deutlich besser zu reinigen als schöne bunte Plastiknäpfe und sollten nach jeder Mahlzeit gründlich gewaschen werden. Das gilt auch für den Wassernapf!

Futterumstellung

Die Umstellung vom Futter, das er bei seinem Züchter bekommen hat zu Deinem ist ihm nicht bekommen – hier hilft es das nur allmählich zu tun. Mische einfach mehr und mehr des neuen Futters mit dem gewohnten, dann sollte das kein Problem sein.

Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten

Sind deutlich häufiger als Du denkst! Dein Tierarzt kann Dir helfen, ein Futtermittel zu finden, dass Dein Welpe verträgt.

Verdorbenes, falsches oder giftiges “Futter”

Socken (Labradore sind da Meister!) und andere Artefakte die Dein Welpe aus irgendeinem Grund “fressenswert” fand sind meistens kein Problem und er scheidet sie innerhalb von wenigen Stunden wieder aus. Wenn Du gesehen hast, dass er auf irgendetwas scharfkantigem herumkaute, etwas im Gebüsch gefunden oder aus dem Küchenschrank geklaut hat – sofort ab zum Tierarzt!

Stress

Nicht nur der negative Stress von seiner Mutter weg zu sein, aber auch der positive Stress sich an sein neues Heim, Eure Gassigänge und Deine Aufmerksamkeit zu gewöhnen, kann Deinem kleinen Liebling auf den Magen schlagen. Das ist jedoch meist nur von kurzer Dauer und nicht von anderen Symptomen begleitet.

Ideen zur Behandlung

Letztlich empfehlen wir dir immer den Gang zum Tierarzt, damit du dir auch wirklich ganz sicher sein kannst.

Wenn du es jedoch zunächst einmal selbst probieren möchtest, haben unsere Leser mit diesen beiden Produkten recht gute Erfahrungen gemacht.

Canikur Kautablette

Boehringer Ingelheim Canikur Anti Durchfallerkrankungen Tabletten für Hunde (Menge: Eine Box von 12 x 4,4 g Tabletten), einen Artikel

Die Canikur Kautablette ist ein Diätfuttermittel zur Regulation der Darmfunktion bei Durchfallerkrankungen, dass speziell für Hunde entwickelt wurde. Das Gute: Es enthält rein pflanzliche Fasern, Glukose und Mineralien.

AniForte Heilmoor

AniForte Heilmoor für Hunde 1,2kg - Verbessert die Kotbeschaffenheit, Verdauung, Immunsystem, Magen-Darm-Aktivität, Anregung Appetit - Natürliche Heilerde für Hunde mit hoher Akzeptanz

Als vorsorgende Verdauungshilfe kommt das AniForte Heilmoor recht gut bei unseren Lesern an.

Den natürlichen Humin- und Fulvosäuren, die im Moor in hoher Konzentration vorhanden sind, werden verdauungsfördernde und immunstärkende Eigenschaften zugesprochen.